© 2000 - 2011 wuppertalforum.de  - Thearpien - WARUM MUSS MAN AD(H)S ÜBERHAUPT THERAPIEREN?   Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung  Leider kommt es bei AD(H)S betroffenen Kindern und Erwachsenen immer wieder zu Misserfolgen in Schule und  Beruf. Ein "Schulversagen" kann auch bei begabten oder hoch begabten Kindern auftreten, Erwachsenen leiden oft  unter einem sehr gestörten Beziehungsverhalten innerhalb der Familien. Ständige Negativ-Einflüsse können das  Sozialverhalten der Betroffenen nachhaltig stören, nicht selten gehen solche Ehen in die Brüche, betroffene Kinder  werden ausgegrenzt und werden zu Einzelgängern.  Eine Therapie kann diese negativen Verläufe der Störung AD(H)S deutlich verbessern und so zur Verbesserung der  Leistungsentwicklung und eines angemessenen Selbstwertgefühl beitragen. Eine geeignete Therapieauswahl erfolgt  in der Regel individuell, da die Symptomausprägungen der betroffenen Kinder und Erwachsenen unterschiedlich sind. Eine medikamentöse Therapie sollte in keinem Fall  ausgeschlossen werden. Nach der neuesten MTA  Studie ist eine medikamentöse Behandlung alleine  bei einem vorhandenen ADS/ADHS bereits zu 56 %  Erfolg versprechend. Hier sei noch einmal deutlich  darauf hingewiesen, das Methylphenidat (Ritalin o.ä.) bisher keinerlei Suchtrisiken nachgewiesen wurde.  COACHING DURCH DRITTE    Das IntraActPlus-Konzept ist ein verhaltenstherapeutisch orientierter   Therapie- und Interventionsansatz,  der von Jansen und Streit auf der Basis von Ergebnissen der   psychologischen  Grundlagenforschung seit mehr als 20 Jahren ständig   weiterentwickelt wird. Das  IntraActPlus-Konzept deckt den gesamten Altersbereich vom   Baby über den Jugendlichen bis  zum Erwachsenen ab. Damit liegt ein besonderer   Arbeitsschwerpunkt in der  Prävention von seelischen Störungen. Das IntraActPlus- Konzept umfasst:  1. Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen:  Eine positive Beziehung zwischen den Kindern und ihren   Bezugspersonen steht als  wichtigstes Oberziel im Mittelpunkt aller Maßnahmen. Gleichzeitig   dient Beziehung auch als  technisches Mittel. Beziehung ist der wesentliche Schlüssel für die   Übergabe von Werten und  Zielen an die nächste Generation und unabdingbar für den Aufbau   von Motivation und positiver  Eigensteuerung in den verschiedensten Lebensbereichen. Die   präzise und  sekundengenaue Videoarbeit des IntraActPlus-Konzepts ermöglicht   eine schnelle  Bewusstmachung von unbewusstem Verhalten und unbewussten   Beziehungssignalen und  somit eine schnelle und genaue Problemanalyse. Gleichzeitig bietet   eine bildlich unterstützte  Gesprächsführung allen am Therapieprozess Beteiligten die   Möglichkeit, Zusammenhänge selbst mit  den eigenen Augen sehen zu können. Dies führt sowohl auf Seiten der   Bezugspersonen als auch auf Seiten der Kinder und Jugendlichen zu einer besonders hohen Zustimmung und Mitarbeit. In   den Therapie- und Interventionsprozess werden nach  Möglichkeit – und wenn nötig – alle Bezugspersonen einbezogen: Eltern, Verwandte, Erzieher/-innen, Lehrer/-innen, Therapeuten/-innen, freiwillige Helfer/-innen und Mitarbeiter/-innen von kindbezogenen Einrichtungen wie etwa dem Jugendamt.  2. Für Erwachsene: Die ausgefeilte Videoarbeit ermöglicht ein extrem effektives Arbeiten. Bewusstes wie auch unbewusstes Verhalten kann damit äußerst  schnell von allen Beteiligten erfasst und wenn nötig verändert werden. 3. Für Seminarteilnehmer/-innen: Therapie- und Interventionsmaßnahmen werden stets unter Zuhilfenahme von Videoaufzeichnungen  unmittelbar nachvollziehbar gemacht. Hierdurch ist ein schnelles Erfassen und Erlernen der Unterrichtsinhalte  gewährleistet. Die Vermittlung in allen Unterrichtseinheiten ist praxisnah und übende Familien werden  entweder direkt im Unterricht behandelt oder über Video vorgestellt. Die vorgestellten Maßnahmen basieren  auf biologisch gegebenen Gesetzmäßigkeiten der Verhaltenssteuerung. Diese gelten für alle Altersgruppen.  Dadurch sind die Unterrichtsinhalte auf alle Lebensbereiche übertragbar. [weitere Informationen bitte hier klicken]  VERHALTENSTHERAPIE  Es gibt zwei verschiedene Arten von Psychotherapien, die von den Krankenkassen anerkannt  werden. Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und die Verhaltenstherapie oder auch  Verhaltenstherapie genannt. Besonders bewährt hat sich bei Kindern mit hyperkinetischen oder mit  oppositionellen Verhaltensauffälligkeiten die Verhaltenstherapie. Die „VT“ ist eine Therapieform, die sich an der Psychologie als Wissenschaft orientiert, worunter  menschliches Verhalten als ständiges Zusammenspiel von automatisch ablaufenden, körperlich-  emotionalen Prozessen (erhöhter Herzschlag bei Aufregung), gedanklichen Inhalten (Erinnerungen)  und motorischer Umsetzung versteht.   Individuell wird jeder Mensch in seiner Lerngeschichte wahrgenommen, mit spezieller Berücksichtigung des eventuell vorhandenen  Zusammenwirkens dieser drei Bereiche. Bestimmt werden die Schwierigkeiten des Patienten. Welche Veränderung soll erzielt werden?  Zum Beispiel, wie häufig tritt Angst auf. Durch die Vorgeschichte des Patienten werden Hypotheser formuliert und Therapieziele  festgelegt. Dies kann in Form von Plänen, Verhaltensformung und Verhaltenverkettung erfolgen, durch den Aufbau von komplexen  Verhalten aus kleinsten Einzelschritten. Selbstbeobachtung und Selbstverstärkung werden eingeübt und sollen neue Denkmuster festigen. Ein aktives Mitarbeiten des Patienten  und seiner Bezugsperson ist aber erforderlich. Es ist eine Therapieform mit dem Ziel, lernen zu können, das Kind/den Jugendlichen und  sich selbst zu managen.    MTA-Studie Der neuesten MTA Studie ist eine Verhaltenstherapie alleine bei einem vorhandenen ADS/ADHS nur zu 34 % Erfolg versprechend. Sie  ist also nicht unbedingt die "Erste Wahl".     www.wuppertalforum.de