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- Thearpien -
WARUM MUSS MAN AD(H)S ÜBERHAUPT THERAPIEREN?
Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung
Leider kommt es bei AD(H)S betroffenen Kindern und Erwachsenen immer wieder zu Misserfolgen in Schule und
Beruf. Ein "Schulversagen" kann auch bei begabten oder hoch begabten Kindern auftreten, Erwachsenen leiden oft
unter einem sehr gestörten Beziehungsverhalten innerhalb der Familien. Ständige Negativ-Einflüsse können das
Sozialverhalten der Betroffenen nachhaltig stören, nicht selten gehen solche Ehen in die Brüche, betroffene Kinder
werden ausgegrenzt und werden zu Einzelgängern.
Eine Therapie kann diese negativen Verläufe der Störung AD(H)S deutlich verbessern und so zur Verbesserung der
Leistungsentwicklung und eines angemessenen Selbstwertgefühl beitragen. Eine geeignete Therapieauswahl erfolgt
in der Regel individuell, da die Symptomausprägungen der betroffenen Kinder und Erwachsenen unterschiedlich sind.
Eine medikamentöse Therapie sollte in keinem Fall
ausgeschlossen werden. Nach der neuesten MTA
Studie ist eine medikamentöse Behandlung alleine
bei einem vorhandenen ADS/ADHS bereits zu 56 %
Erfolg versprechend. Hier sei noch einmal deutlich
darauf hingewiesen, das Methylphenidat (Ritalin o.ä.)
bisher keinerlei Suchtrisiken nachgewiesen wurde.
COACHING DURCH DRITTE
Das IntraActPlus-Konzept ist ein verhaltenstherapeutisch orientierter
Therapie- und Interventionsansatz,
der von Jansen und Streit auf der Basis von Ergebnissen der
psychologischen
Grundlagenforschung seit mehr als 20 Jahren ständig
weiterentwickelt wird. Das
IntraActPlus-Konzept deckt den gesamten Altersbereich vom
Baby über den Jugendlichen bis
zum Erwachsenen ab. Damit liegt ein besonderer
Arbeitsschwerpunkt in der
Prävention von seelischen Störungen. Das IntraActPlus-
Konzept umfasst:
1. Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen:
Eine positive Beziehung zwischen den Kindern und ihren
Bezugspersonen steht als
wichtigstes Oberziel im Mittelpunkt aller Maßnahmen. Gleichzeitig
dient Beziehung auch als
technisches Mittel. Beziehung ist der wesentliche Schlüssel für die
Übergabe von Werten und
Zielen an die nächste Generation und unabdingbar für den Aufbau
von Motivation und positiver
Eigensteuerung in den verschiedensten Lebensbereichen. Die
präzise und
sekundengenaue Videoarbeit des IntraActPlus-Konzepts ermöglicht
eine schnelle
Bewusstmachung von unbewusstem Verhalten und unbewussten
Beziehungssignalen und
somit eine schnelle und genaue Problemanalyse. Gleichzeitig bietet
eine bildlich unterstützte
Gesprächsführung allen am Therapieprozess Beteiligten die
Möglichkeit, Zusammenhänge selbst mit
den eigenen Augen sehen zu können. Dies führt sowohl auf Seiten der
Bezugspersonen als auch auf Seiten der Kinder und
Jugendlichen zu einer besonders hohen Zustimmung und Mitarbeit. In
den Therapie- und Interventionsprozess werden nach
Möglichkeit – und wenn nötig – alle Bezugspersonen einbezogen: Eltern, Verwandte, Erzieher/-innen, Lehrer/-innen, Therapeuten/-innen,
freiwillige Helfer/-innen und Mitarbeiter/-innen von kindbezogenen Einrichtungen wie etwa dem Jugendamt.
2. Für Erwachsene:
Die ausgefeilte Videoarbeit ermöglicht ein extrem effektives Arbeiten. Bewusstes wie auch unbewusstes Verhalten kann damit äußerst
schnell von allen Beteiligten erfasst und wenn nötig verändert werden.
3. Für Seminarteilnehmer/-innen:
Therapie- und Interventionsmaßnahmen werden stets unter Zuhilfenahme von Videoaufzeichnungen
unmittelbar nachvollziehbar gemacht. Hierdurch ist ein schnelles Erfassen und Erlernen der Unterrichtsinhalte
gewährleistet. Die Vermittlung in allen Unterrichtseinheiten ist praxisnah und übende Familien werden
entweder direkt im Unterricht behandelt oder über Video vorgestellt. Die vorgestellten Maßnahmen basieren
auf biologisch gegebenen Gesetzmäßigkeiten der Verhaltenssteuerung. Diese gelten für alle Altersgruppen.
Dadurch sind die Unterrichtsinhalte auf alle Lebensbereiche übertragbar.
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VERHALTENSTHERAPIE
Es gibt zwei verschiedene Arten von Psychotherapien, die von den Krankenkassen anerkannt
werden.
Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und die Verhaltenstherapie oder auch
Verhaltenstherapie genannt. Besonders bewährt hat sich bei Kindern mit hyperkinetischen oder mit
oppositionellen Verhaltensauffälligkeiten die Verhaltenstherapie.
Die „VT“ ist eine Therapieform, die sich an der Psychologie als Wissenschaft orientiert, worunter
menschliches Verhalten als ständiges Zusammenspiel von automatisch ablaufenden, körperlich-
emotionalen Prozessen (erhöhter Herzschlag bei Aufregung), gedanklichen Inhalten (Erinnerungen)
und motorischer Umsetzung versteht.
Individuell wird jeder Mensch in seiner Lerngeschichte wahrgenommen, mit spezieller Berücksichtigung des eventuell vorhandenen
Zusammenwirkens dieser drei Bereiche. Bestimmt werden die Schwierigkeiten des Patienten. Welche Veränderung soll erzielt werden?
Zum Beispiel, wie häufig tritt Angst auf. Durch die Vorgeschichte des Patienten werden Hypotheser formuliert und Therapieziele
festgelegt. Dies kann in Form von Plänen, Verhaltensformung und Verhaltenverkettung erfolgen, durch den Aufbau von komplexen
Verhalten aus kleinsten Einzelschritten.
Selbstbeobachtung und Selbstverstärkung werden eingeübt und sollen neue Denkmuster festigen. Ein aktives Mitarbeiten des Patienten
und seiner Bezugsperson ist aber erforderlich. Es ist eine Therapieform mit dem Ziel, lernen zu können, das Kind/den Jugendlichen und
sich selbst zu managen.
MTA-Studie
Der neuesten MTA Studie ist eine Verhaltenstherapie alleine bei einem vorhandenen ADS/ADHS nur zu 34 % Erfolg versprechend. Sie
ist also nicht unbedingt die "Erste Wahl".
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