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- Symptome -
AUFMERKSAMKEITS-DEFIZIT-AD(H)S "Symptome bei AD(H)S"
Die Symptome eines AD(H)S sind vielschichtig und den Symptomen eines Nichtbetroffenen identisch. Häufigkeit
und die Intensität der Symptome können jedoch ein erstes Anzeichen für ein AD(H)S sein. Deutliche Symptome
findet man im Bereich der Hyperaktivität, im Bereich des Impulsverhaltens sowie im Sozialverhalten der Betroffenen.
Kinder können durch die mangelhafte neuronale Steuerung, ihre Aufmerksamkeit nicht lange aufrechterhalten.
Durch motorische Unruhe müssen sie ständig aktivieren. Aber wenn sie von einer Sache begeistert sind können sie
sich durchaus lange konzentrieren. Zum Beispiel: spielen mit Playmobil oder Lego Bausteinen, Barbiepuppen. Denn
diese Funktionen werden vom Stirnhirn gesteuert. Das Verhalten wird kontrolliert, es stabilisiert die Konzentration
und Daueraufmerksamkeit. Die Fein- und Grobmotorik wird angepasst. Mit ihm sind wir fähig, unsere Gefühle zu steuern und die
Außenreize zu filtern.
URSACHEN VON HYPERAKTIVITÄT
Die genauen Ursache von Hyperaktivität sind bisher nicht genau bekannt. Hyperaktivität ist nicht ganz einfach zu
diagnostizieren, da sie verschiedenste Ursachen haben kann (organische, psychische, soziale Ursachen). Bei
Hyperaktivität liegt weder ein erkennbarer Hirnschaden noch eine geistige Behinderung vor. Nur selten kann der
Auslöser eine Nahrungsmittelallergie oder eine Stoffwechselstörung sein. Die Symptome von Hyperaktivität
beginnen unter Umständen bereits im Mutterbauch. Hyperaktive Kinder bewegen sich heftig und für die Mutter
schmerzhaft. Geburten werden kompliziert dadurch, dass sich diese Kinder öfters drehen und sich so die
Nabelschnur umwickeln.
Im Säuglingsalter schreien hyperaktive Kinder recht viel, haben oft Blähungen oder Durchfälle und Koliken oder haben erhebliche
Schafstörungen. Sie sind scheu wenn man sie anfassen möchte (sie machen sich beim Versuch sie in den Arm zu nehmen steif).
Antibiotika machen sie unruhig und lassen sie nicht einschlafen. Beruhigungsmittel wie Baldrian oder ähnliche führen zu einer
Übererregung.
Bereits in jungem Alter werden diese Kinder auffällig aggressiv und greifen andere Kinder oder auch Erwachsene an. Sie entwickeln
dabei eine derartige körperliche Kraft, die man Ihnen nicht unbedingt zutrauen würde. Die Konzentration, z.B. beim Spielen, fällt ihnen
sehr schwer, lieber zerstören sie Dinge, schmeißen Spielzeug aus dem Fenster. Gelingt ihnen etwas nicht, bekommen sie Wutanfälle
oder Schreien bis sie vor Erschöpfung aufgeben.
Hyperaktive Kinder lassen sich sehr leicht ablenken, was besonders in der Schule schwierig ist, da sie nicht in der
erwarteten Weise am Unterricht teilnehmen, sondern stattdessen lieber den "Klassen-Clown" spielen. Freunde
machen sie sich dadurch nicht, da keiner etwas mit ihnen zu tun haben möchte. Oft kommt bei hyperaktiven
Kindern eine Legasthenie, also eine Lese- und Rechtschreibschwäche, hinzu.
Hyperaktive Kinder nehmen die Gefahr anders war. Sie sind weitaus häufiger in Unfälle verwickelt als "normale"
Kinder. Sie laufen auf die Strasse, ohne auf Autos oder andere Gefahren zu achten. Sie können Ihren
Wärmehaushalt nicht alleine kontrollieren und spüren nicht, wenn ihnen kalt ist. Selbstverständlich sind die
Verhaltensmuster von hyperaktiven Kindern unterschiedlich. Die hier genannten Symptome sind nur Beispiele und müssen nicht auf alle
hyperaktiven Kinder zutreffen.
SYMPTOME EINER HYPERAKTIVITÄTSSTÖRUNG
Bevor Fragen zu Ende gestellt sind platzen die Antworten heraus
Zu warten bis er/sie an der Reihe ist scheint unmöglich
Platzt in Gespräche oder drängt sich in Spiele
Unterbricht sehr häufig andere bei der Unterhaltung
Ohne Rücksicht auf die gesellschaftlichen Grenzen wird extrem zuviel geredet
DEUTLICHE SYMPTOME BEI ERWACHSENEN
•
desorganisiert
•
schnell wechselnde Stimmungsschwankungen
•
jahrelange, alltägliche Versagenserlebnisse und Misserfolge
•
geringes Selbstwertgefühl
•
deutlich erhöhte Depressionen, Angststörungen, antisozialen Verhaltensweisen
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Borderline-Persönlichkeitsstörungen
•
erhebliche Beeinträchtigungen in Beruf und Partnerschaft und Freundschaften
•
wenngleich nicht als Krankheitsursache - die äußeren Umstände wie beengte Wohnverhältnisse, wenig emotionale Zuwendung, das
Erziehungsverhalten der Eltern, hektische Umwelt (Lärm, fehlende oder nicht durchschaubare Strukturen), Bewegungsmangel,
Zeitdruck, hoher Fernseh- und Computerkonsum. Schlechte Erziehung oder negative Kindheitserfahrungen sind als eigentliche
Ursachen für ADS/ADHS auszuschließen, erschweren aber zusätzlich die Stabilität der Familien und der betroffenen Kinder. Zusätzliche
schwierige Lebensumstände erschweren die Verhaltensweisen eines ADS-Kindes enorm.
•
Geschwisterbeziehungen sind problematisch
•
Eltern - Kind - Beziehung ist belastet
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Häufiger Streit zwischen den Eltern wegen der Problematik
•
Eltern betroffener Kinder leiden häufiger unter
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Depressionen (Panikattacken, Angst)
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Angststörungen, Suchtprobleme (Nikotin, Alkohol, Rauschgifte)
Verschiedene Therapieformen werden als psychotherapeutische und psychosoziale Interventionen vorgeschlagen: Familientherapie bei
Familienproblemen:
•
Einzel- und/oder Gruppenpsychotherapie zur Verminderung von geringem Selbstwertgefühl und/oder Problemen mit Gleichaltrigen;
•
soziales Kompetenztraining bei sozialen Kompetenzdefiziten
•
kognitive Therapie bei Aufmerksamkeitsstörungen und Impulsivität
•
Elterntraining zur Entwicklung angemessener und konsistenter Grenzsetzungen und
•
Verhaltensmodifikationsprogramme zur Verminderung von Verhaltensstörungen in der Familie.
Einige Ärzte behaupten, Kindern könne durch Vermeidung jeglicher Lebensmittelzusätze in der Ernährung geholfen werden.
Wissenschaftliche Studien haben diese Theorie jedoch bislang nicht eindeutig gestützt. Kinderpsychologen empfehlen bis zur Pubertät
(nach der die meisten Symptome nachlassen) autogenes Training bzw. ein besonderes Verhaltenstraining für hyperaktive Kinder.
Wichtige Aspekte dieses Trainings sind Standhaftigkeit und Konsequenz von Seiten der Eltern und im schulischen Bereich der
Schwerpunkt auf einfachen Aufgabenstellungen. Darüber hinaus erweisen sich Verhaltenstherapie, Verstärkungsprogramme und
alternative Behandlungen wie harmonisierende Bewegungsübungen bzw. psychomotorische Therapie als hilfreich bzw. als erfolgreich.
Es gibt Psychopharmaka wie Stimulantien, Neuroleptika, Antidepressiva, Antiepileptika, Nootropika,
Barbiturate und Tranquilizer, mit denen behandelt werden kann. Es gibt unterschiedliche Wirkungsweisen
der Medikamente: (Aufzählung mit Spiegelstrichen)
Das Medikament wirkt schon nach kurzer Zeit vollkommen. Häufigkeit: zwischen 20 und 50 %
Das Medikament wirkt nur teilweise, dass heißt es treten geringe Verbesserungen auf.
Die Stimulantien zeigen keine Wirkung. Häufigkeit: zwischen 10 und 50 %.
Bei manchen Kindern kommt es sogar zu einer Verschlechterung des Verhaltens Häufigkeit: zwischen10
und 20 %
Zu den Stimulantien zählen Dezedrin, Benezedrin, Pervitin, AN 1, Aponeoron, Ritalin, Centedrin, Cylert, Tradon, Sydnocarb, Deanol und
Coffein. Die Substanz Methylphenidat ist als Ritalin im Gebrauch, wird chemisch hergestellt, ist ähnlich den pflanzlichen Wirkstoffen
Ephedrin und Amphetamin und wird bei Kindern am häufigsten verwendet.
ADS/ADHS UND KOMORBITÄTEN
Sehr häuft tritt ADS/ADHS in Verbindung mit anderen Begleiterkrankungen sog. Komorbiditäten auf. Leiden Kinder oder Erwachsene an
Tics, so liegt zu fast 100 % auch ein ADS vor.
Tics 11%
Sozialverhalten 14 %
Angststörungen 34%
Oppositionelles Trotzverhalten 40 %
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