ERSCHWERENDE FAKTOREN
Diese Symptome müssen nicht alle zutreffen, zeigen aber deutliche Symptome eines möglichen ADS/ADHS. Sie können jedoch durch
begleitende (komorbide) und sekundäre Erkrankungen und durch negative kindliche Erfahrungen verschärft werden.
Häufige begleitende Erkrankungen bei Erwachsenen sind: Depressionen, Ängste, selbstunsichere Persönlichkeit und
Selbstwertprobleme, Alkoholkonsum und Gebrauch illegaler Drogen, antisoziale Persönlichkeit (besonders, wenn bereits in der Kindheit
eine schwere Störung des Sozialverhaltens (Conduct Disorder) vorlag).
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AD(H)S IM ERWACHSENENALTER
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mit den Füßen zappeln oder mit den Füssen zittern
•
häufiges Trommeln mit den Fingern auf Armlehnen oder Tischplatten
•
Verknoten der Beine, oder Umschlingen der Stuhlbeine mit den Beinen, um die
motorische Unruhe zu kontrollieren.
Erzwungene körperliche Ruhe ist für Erwachsene nicht zu ertragen , so werden
Situationen vermieden, wo aber genau dieses erforderlich wäre. Seien es
Langstreckenflüge oder aber Besuche im Theater-, Kino- oder Restaurant. Solche
Besuche lösen eine große innere Anspannung aus, wenn es keine oder wenig
Gelegenheit gibt, dem Bewegungsdrang nachzukommen.
Oft werden Berufe gewählt, bei denen die Möglichkeit besteht sich viel zu bewegen
wie z.B. Außendienstpositionen mit wechselnden Gesprächspartnern oder häufigen
Ortswechseln. Auf das Handy wird ungern verzichtet, da sonst eine Reizquelle
entfallen würde. Sie möchten dauernd beschäftigt sein. Nägelkauen stellt oft ein
Problem dar.
Was Sportarten angeht, werden gerne Risikoreiche gewählt wie Bungee-Jumping,
Drachenfliegen, Fallschirmspringen oder Motorradfahren. Diese extremen
Reizsituationen führen zu einer intensiveren Konzentrationsleistung, welche die
Betroffenen als angenehm empfinden.
Ein Gefühl von Lebendigkeit vermittelt auch hektisches Laufen , dadurch auch der Versuch mehrere Arbeiten gleichzeitig zu bewältigen.
Das Bewerkstelligen und Hasten von Arbeit zu Arbeit entlastet von starker innerer Unruhe.
Schnell und undeutlich ist oft die Sprechweise. Die Artikulation wird von der Umgebung häufig als aggressiv erlebt, und
Gesprächspartner kommen kaum zu Wort, da der Betroffene zu schnell auf ein Thema hyperfokussiert. Einfacher "Smalltalk" bringt
Langeweile auf.
Es wird sich gerne ungefragt in Gespräche eingemischt; soll ein Betroffener nicht selbst handeln, kommt schnell eine innere Unruhe bei
ihm auf, die dazu verleitet Arbeiten selbst zu übernehmen. So wird ihm die Chance genommen, eigene Fertigkeiten zu entwickeln.
Ideen müssen schnell formuliert werden, bevor sie vergessen werden.
Innere Anspannung baut sich durch Ungeduld gegenüber anderen auf, die langsamer sind. Langsamere Auffassungsgabe bei anderen
kann zu aggressiven Verhaltensweisen bei dem Betroffenen hervorrufen.
TYPISCHE PROBLEMFELDER DES ERWACHSENEN MIT ADS/ADHS
Probleme bei der Selbstorganisation
routinemäßigen Alltagsaufgaben scheinen unmöglich zu sein ( Haushalt, Kontoführung, Steuererklärung....)
Zeit-Management
zu spät kommen, Termine verpassen oder Datum komplett verwechseln, es werden zu große Pausen eingeplant.
Finanz-Management
Frustkäufe, das Geld reicht nie.
Beziehungsgestaltung
häufige Partnerwechsel, Sie werden leicht durcheinander gebracht, fühlen sich leicht bedrängt, angespannt und nervös.
Erziehung der eigenen Kinder
Überforderung, Schuldgefühle, wegen der Unfähigkeit, den Alltag zu bewältigen.
Teamfähigkeit
häufige Arbeitsstellenwechsel.
Verhalten im Umgang mit Mitmenschen/Verwandten/Kunden
Betroffene haben ein chronisch dünnes Fell, andere werden oft unterbrochen.
Straßenverkehr
häufige Unfälle, Beim Autofahren führt Impulsivität zu heftigen Beschimpfungen anderer Verkehrsteilnehmer, Warten, am Stoppschild
anzuhalten, ist unerträglich. Ebenso, wenn der Vordermann bei Grün nicht sofort losfährt.
Übermäßige Unordnung bis hin zu Messies
Sammlertum, von nichts trennen können.
Emotionale Impulsivität
bei Stress übermäßig reagieren, aus dem Häuschen geraten, verhindert Problembewältigung, führt zu einem Teufelskreis.
Stimmungsschwankungen
Stimmung wechselt häufig, wird nicht minder intensiv erlebt.
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